Echtzeitbeobachtungen & Alarmierung
Die Regionalregierung der Brüsseler Hauptstadt beschloss über ihre Wasserabteilung, ein breites Netz von Durchflussmessstationen zur Datenerfassung, Echtzeitbeobachtung und Alarmierung zu installieren.
Die Flow-Tronic S.A., gegründet 1989, ist hauptsächlich auf Wassermessungen spezialisiert. Wir messen Geschwindigkeit, Füllstand und Durchfluss in Abwasser (offene Kanäle, Flüsse etc.) sowie in Trink- und Klarwasser (Verteilungswasser, Kühlwasser etc.). Die Daten werden lokal angezeigt, protokolliert oder per Kabel, Funk, GSM oder GPRS übertragen.
Anhand der Kundenspezifikationen und -anforderungen sowie der Gegebenheiten vor Ort bieten wir verschiedene Messtechniken an: elektromagnetische oder Ultraschallsensoren zur Geschwindigkeitsmessung, Radar-, Ultraschall- oder Drucksensoren zur Füllstandsmessung sowie Kombinationen aus elektromagnetischen, Radar- oder Ultraschallsensoren zur Durchflussberechnung. Unser einzigartiges berührungsloses Durchflussmessgerät kombiniert die Füllstandsmessung mit einem Ultraschallsensor und die Geschwindigkeitsmessung mit einem Radarsensor. Optional kann ein Zusatzsensor integriert werden. In diesem Fall sind die Messungen auch bei Untertauchen des Sensors unterbrechungsfrei und es treten keine Datenverluste auf.
Ende 2001 unterzeichneten wir mit dem Ministerium der Region Brüssel-Hauptstadt – Abteilung Wasser – einen Vertrag über die Planung, Lieferung, Installation und Wartung eines Netzes von 90 Messstationen im gesamten Brüsseler Stadtgebiet. Aktuell sind rund 30 Stationen installiert, und die Daten sind auf den Rechnern des Ministeriums verfügbar und werden auf einer Website bereitgestellt. Diese Website wird in Kürze für die Hauptmesswerte öffentlich zugänglich sein; detaillierte Informationen sind nur mit einem Passwort für berechtigte Fachleute abrufbar.
In den Jahren 2002 und 2003 lieferten und installierten wir verschiedene Messstationsnetze in Südtirol (Norditalien). Die Kläranlagen benötigten von den Gemeinden eine genaue Erfassung der ihnen zugeführten Wassermengen. Die Schwierigkeit, in dieser Bergregion einwandfrei funktionierendes Material zu installieren, führte zum Ausschluss zahlreicher Bieter. Wir verkauften dort rund 40 Stationen, davon allein 17 in Meran.
In den Jahren 2004 und 2005 bestellte die andalusische Gemeinde Córdoba in Spanien über unsere spanische Vertretung rund 25 Stationen zur kombinierten Niederschlags- und Durchflussmessung. Daten zu Niederschlag, gemessen mit unserem Regenmesser, und Durchfluss, ermittelt mit elektromagnetischen sowie berührungslosen Durchflussmessern (Ultraschall/Radar), werden von unseren Messstationen erfasst und per GSM an eine zentrale Leitstelle der Stadt übermittelt.
Die Regionalregierung der Brüsseler Hauptstadt hat über ihre Wasserabteilung beschlossen, ein Netzwerk zur Erfassung möglichst vieler Wasserdaten auf ihrem Gebiet zu errichten. Dieses umfasst Flüsse, Bäche, Schleusen (am Stadtkanal), Abwasserrohre und -sammler, Regenrückhaltebecken sowie Pumpstationen.
Ursprünglich waren etwa 80 Stationen für Wassermessungen und mindestens 10 für Niederschlagsmessungen vorgesehen. Seit Projektbeginn wurden zahlreiche weitere Standorte in das Netzwerk aufgenommen. Alle Messwerte werden in den jeweiligen Stationen protokolliert. Das zentrale System verbindet sich alle 15 Minuten mit allen Stationen, und die Daten werden per GPRS übertragen. Anschließend stehen die Daten in schematischer und grafischer Form zur Verfügung. Die Daten werden auf der Website des Ministeriums zur öffentlichen Einsichtnahme bereitgestellt; detailliertere Informationen sind nur für Fachbesucher zugänglich (passwortgeschützt).
Dieses hochpräzise und professionelle Netzwerk wurde auf Basis einer öffentlichen Ausschreibung bestellt, die Flow-Tronic Ende 2001 gewann. Die meisten Mitbewerber boten entweder sehr komplexe oder zu einfache Lösungen an, während Flow-Tronic ein exzellentes technisches Angebot mit einem attraktiven Preis präsentierte.
Dieses System ermöglicht der Stadt Brüssel einen Überblick über die Wasserflüsse in ihrem Gebiet. Es erlaubt der Wasserabteilung, die Belastung des Abwassernetzes zu überwachen. Es informiert die zuständigen Stadtbehörden über die Situation in den Regenrückhaltebecken und zeigt die ein- und ausfließenden Wassermengen sowie die Wasserstände an. Es ermöglicht, rechtzeitig vor möglichen Überschwemmungen in dem Gebiet zu schützen, in dem diese regelmäßig auftreten.